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Autor Thema: Projekt Murphy - der Very Low Budget Mini  (Gelesen 129 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
schubi
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« am: 27. Mai 2018, 14:57:53 »

Wie es dazu kam, oder eine kleine Vorgeschichte

Über die Jahre haben sich doch so einige Teile bei uns angesammelt, welche hauptsächlich im Weg liegen. Da kam dann mal die Idee auf, warum nicht mal ein Auto daraus bauen? Oder Man räumt mal auf....blöde Idee  Augen rollen Grinsend Und schweißen lernen müsste man eigentlich auch mal...
Der Mini vom WRT und auch mein Mini benötigen in der nächsten Zeit mal ein wenig mehr Arbeit. Und da Mann, Frau und Kinder nicht ohne Mini können, bzw trotzdem noch standesgemäß zu Treffen wollen, müsste da dann also mal was passendes her. Da aber die beiden größeren Aktionen anstehen darf das Übergangsprojekt natürlich nicht wirklich viel kosten und auch nicht viel Zeit verschlingen. Gleichzeitig soll die Kiste, inzwischen Projekt Murphy entsprechend langstreckentauglich sein, leiser (man wird ja älter ;-),  Anhängertauglich, und halbwegs vernünftig aussehen. Mit diesem entsprechendem Hintergrund waren schnell die wichtigsten Eckdaten für den zukünftigen „Übergangsmini“ gesteckt:
- langstreckentauglich (leiser, bequem und zuverlässig)
- Motor mit Drehmoment für Hängerbetrieb und trotzdem längere EÜ
- geringer Kostenumfang, sprich so viel wie möglich Teile aus dem Fundus
- und wenns klappt ein Faltdach....wollte ich schon immer mal haben
und so ein bisschen cool darf er auch sein...

Der Look wird sich an den 70ern orientieren was Farbe und Ausstattung betrifft, so zumindest der Plan. Ein Faltdach, so ich ein bezahlbares finde soll Einzug halten. Im Idealfall steht der kleine am Schluss auf 145ern auf 10" Felgen....aber noch fehlt die passende 7,5" Bremse dafür. Nen hinterer Hilfsrahmen macht sich auch noch rar. Und wenn sich dann noch par Pioneer TS-X7 für die Hutablage auftauchen sollte alles perfekt werden.....Wir werden sehen.

Die Kosten werd ich hier entsprechend auch aufschreiben, einfach um mal zu zeigen das auch mit einem größeren Teilelager so ne Kiste Geld kostet und andererseits um gerade Anfängern mal zu zeigen wo das Geld in so einem Auto steckt...

Als echtes Gemeinschaftsprojekt läuft das Projekt Murphy nebenher in unserer Halle. Ich hab das letzte Dreivierteljahr mehr Zeit hineingesteckt, alle anderen sobald sie Zeit hatten und mit ihrem eigenen Kram durch waren.
Das Thema ist nicht die perfekte Restauration, sondern eine preiswert fahrtauglich zu machende Teilesammlung. Immer mit dem Hintergrund, das ich in ein paar Jahren dann genau weiß, wo ich ansetzen kann und muss.

Für das ganze haben sich bisher schon einige Mithelfer und Teile-Sponsoren gefunden, den bisherigen will ich hiermit schonmal danken:
- meiner Frau, die unter anderem mir das wichtigste gab: Zeit
- meine Hallenjungs: Thomas, Stefan, Stefan und Ludwig für helfende Hände und Teile
- mein Schwiegervater fürs Schweißgerät

und die bisherigen Teilesponsoren: Gil, Eike, Lupi, Ratzi, Tino

nun lasset die Spiele beginnen.... wer zu meckern hat, soll meckern, is mir egal. Ich weiß selbst wo ich gepfuscht hab...

« Letzte Änderung: 27. Mai 2018, 15:52:55 von schubi » Gespeichert
schubi
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« Antworten #1 am: 27. Mai 2018, 15:11:20 »

Ausgangsbasis für Projekt Murphy ist eine Spi-Karosse die sich vor ein paar Jahren für 200€ mal zu mir verirrt hat und seit dem in der Halle im Weg steht. Ursprünglich wollte ich daraus die neue Karosse für meinen Grünen machen...aber nach erster Inspektion zeigte sich, dass die Karosse eigentlich zu gut ist um sie, wenn mans ordentlich machen würde, komplett zu renovieren. Ich werf inzwischen ungern Zeug weg was noch entsprechend verwendbar ist...



Die erste Bestandsaufnahme zeigte schon mal viel Licht und ein wenig Schatten
- Karosse grundsätzlich recht rostarm
- vorn ausgeschnitten für 13“....so russisch wie das aussieht gibt’s sowas nur ab Werk. Und da die Kiste untendrunter schwarz war....ich glaub das war mal ein Silverstone (Spi, schwarz, 13“, Löcher für Zusatzscheinwerfer)
- die Fahrgestellnummer gab nicht viel her...nen weißer 1000er Baujahr 88 sieht anders aus.... ;-) Nummer passt also offensichtlich nicht zum Auto...
- Windleitblech wurde recht rüde reingebraten...erklärt den Nummernsalat..
- vorn rechts gabs wohl mal nen Treffer, der Kotflügel wurde ausgebeult und ist dabei gerissen, Frontschürze ist etwas verbeult
- das linke hintere Seitenteil scheint mal getauscht worden zu sein
- auf beiden Schwellerkanten wurde ein langes Blech auf den Falz gebraten
- der linke Schweller hat mit irgendetwas rundem Kontakt geschlossen...gab ne lustige Delle
- Bodenblech links vorn kleine Durchrostung
- komische Stelle im Kofferraum unter dem Tank
- diverse oberflächlich verdächtige Stellen am Unterboden...
- der Rest war eigentlich i.O.
- mit den gesponserten 2m² Karosserieblech sollte das also kein Problem sein...



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schubi
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« Antworten #2 am: 27. Mai 2018, 15:43:48 »

der gesponserte Teppich passt schonmal...jetzt muss der nur noch irgendwie dunkelgrau oder schwarz werden  Smiley



Zum Aufwärmen musste das ziemlich angegriffen Lenkrad aus dem 68er ran...nach ein wenig kleben, spachteln, füllern, viel schleifen....



und son bisschen Farbe machts gleich viel schöner





fährt sich schon ganz gut  Zwinkernd



hmm, könnt mir schon gefallen...wär da nicht der riesige Radausschnitt!!!





« Letzte Änderung: 27. Mai 2018, 16:00:30 von schubi » Gespeichert
schubi
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« Antworten #3 am: 27. Mai 2018, 16:09:27 »

Man hat mir mal gesagt, fang hinten unten an. Wenn du dann vorne oben bist kannst du schweißen und die wichtigen Stellen sehen gut aus...na ja, ist nen Versuch wert.

Auf dem Weg dahin musste aber erstmal das kleine Loch unter der hinteren Seitenscheibe weichen...

und die Löcher für die Verbreiterungen braucht kein Mensch mehr





die komisch aussehende Stelle im Kofferraum machte nun Bekanntschaft mit dem Schraubendreher. Typisch Mini...hinterher gibts nen riesen Loch. Egal, kleines Blech draufbraten und gut....






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schubi
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« Antworten #4 am: 27. Mai 2018, 16:15:51 »

Dann wurde die Karosse mit vereinter Heldenkraft auf die Seite geworfen....Bestandsaufnahme rechter Schweller...



Hält sich in Grenzen und sieht schlimmer aus als es ist...nach dem Putzen bleibt eigentlich nur ein Loch übrig...









putzen, schneiden, schweißen...nebenbei fallen noch die Pseudowagenheberaufnahmen der Flex zum Opfer....sieht doch schon wieder ganz nett aus....
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schubi
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« Antworten #5 am: 27. Mai 2018, 16:38:12 »

Seitenwechsel



Die zwei drei angefressene Kanten am Außenschweller wurden eiskalt rausgetrennt und frisches Blech eingesetzt...Methode Quick and Dirty









So, dann wollen wir mal sehen was sich so unter der komisch festgebratenen Schwellerkante befindet...





War ja klar das da noch nen Haken sein musste. Klar wenn man ein Seitenteil irgendwo raustrennt und wo anders reinbrät....warum sollte man die untere durchgerostete Schweißkante wieder herstellen, hält ja auch wenn man nen Blech drüberklopft und an 2 bis 3 Punkten mit dem Schweißgerät festklebt....  Schockiert Augen rollen

also Kante am Schweller wieder herstellen. Kante am Seitenteil wieder herstellen, alles wieder zusammenbraten....hält...





Die Delle im Boden lass ich...nennt man Charakter  Grinsend
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schubi
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« Antworten #6 am: 27. Mai 2018, 17:00:36 »

Zurück in Normalposition



So, wir erinnern uns an oben...Radausschnitte zu groß für vernünftige Räder. Und da hier ja noch 2m² Blech rumliegen...bringen wir die Kotflügelausschnitte eben wieder auf Normalmaß. Klar nen neuer Kotflügel wär einfacher gewesen, aber hätte nicht so viel Spaß gemacht und ich hätte weniger gelernt. Und 13“ war keine Option, solche Felgen und Verbreiterungen liegen hier nicht rum...
Zusätzlich wurden die Risse im Kotflügel wieder zugeschweißt. Und Seitenblinker braucht kein Mensch!







die andere Seite geht schon viel leichter





Na das sieht doch schon wieder nach einem Radhaus aus  Cool 



Der Nachteil....jetzt brauch ich vorn neue Falzleistenabdeckungen..die alten sind jetzt natürlich zu kurz  Augen rollen

« Letzte Änderung: 27. Mai 2018, 17:02:47 von schubi » Gespeichert
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